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2012 - Ausdruck tiefster Zufriedenheit
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Ausdruck tiefster Zufriedenheit
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Beeindruckende Geburtstagsmusik: Johannes Stert dirigierte die Musiker des OVH. 
Anlässlich des 100-jährigen Bestehens hat der Orchesterverein Hilgen unter Leitung von Johannes Stert bei einem Konzert gezeigt, wie sehr er mit dafür sorgt, dass Burscheid eine Musikstadt ist. Von Frank Weiffen

Der Augenblick, der am meisten bewegte bei diesem Jubiläumskonzert und der vielleicht auf die schönste Art und Weise zeigte, um was es den Mitgliedern des Orchestervereins Hilgen (OVH) seit nunmehr 100 Jahren geht, kam kurz vor der Pause: Da drehte sich Dirigent Johannes Stert zu den knapp 500 Zuschauern im Saal um. Der letzte Ton dessen, was da gerade eben gespielt worden war, war verklungen. Und während in diesem Moment der Stille der Schweiß von Sterts Stirn troff, zogen sich seine Mundwinkel langsam zu einem Lächeln nach oben, das tiefe Zufriedenheit nicht überzeugender hätte zeigen können.


Es war der „Otello“ von Giuseppe Verdi gewesen, durch den sich das Orchester da gerade gespielt hatte – zuvor von Stert zurecht nicht ohne Stolz angekündigt als Herausforderung, denn: Der „Otello“ ist nicht nur eine Oper, zu der entsprechend Gesang gehört. Das Drama um Liebe und Eifersucht, Verzweiflung und Tod war bislang eigentlich kaum denkbar ohne die menschlichen Stimmen der Solisten. Zum Jubiläum seines Orchesters aber – bei dem er nach eigenen Worten vor 22 Jahren eher zufällig und ohne große Zukunftspläne gelandet war – hätte es nun einmal etwas Besonderes sein müssen, erklärte Stert. Und darum hatte er dieses Verdi-Opus eben kurzerhand arrangiert für ein Orchester. Ohne Gesang. Nur mit den Mitteln der Instrumentalmusik.


Als Stert dirigierte, tat er das wie wild, wie besessen – und erntete zum Dank eine famose Leistung seiner Musiker, die eine für den OVH sicherlich nicht nur wegen des Geburtstages geschichtsträchtige Leistung hinlegten: Sie zeigten, dass Wut und Trauer, Hingebung und Freude im „Otello“ nicht nur musikalisch stattfinden. Sie bewiesen umgekehrt auch, dass die Musik in manchen Momenten zu etwas Greifbarem werden kann, zu etwas, das voller Emotionen steckt und urplötzlich weit über Akkordfolgen, Noten und theoretische Strukturen und Gebilde hinausgeht.

100 Jahre Orchesterverein Hilgen

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Der Orchesterverein Hilgen feierte sein 100-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumskonzert.


Der Orchesterverein Hilgen feierte sein 100-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumskonzert.

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Der Orchesterverein Hilgen feierte sein 100-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumskonzert.

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Der Orchesterverein Hilgen feierte sein 100-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumskonzert.

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Der Orchesterverein Hilgen feierte sein 100-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumskonzert.

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Der Orchesterverein Hilgen feierte sein 100-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumskonzert.

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Der Orchesterverein Hilgen feierte sein 100-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumskonzert.

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Der Orchesterverein Hilgen feierte sein 100-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumskonzert.

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Der Orchesterverein Hilgen feierte sein 100-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumskonzert.

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Der Orchesterverein Hilgen feierte sein 100-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumskonzert.

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Der Orchesterverein Hilgen feierte sein 100-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumskonzert.

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Der Orchesterverein Hilgen feierte sein 100-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumskonzert.

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Der Orchesterverein Hilgen feierte sein 100-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumskonzert.

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Der Orchesterverein Hilgen feierte sein 100-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumskonzert.

Fotos: Ralf Krieger


Dabei war auch der Rest dieses mehr als dreistündigen Konzertes in der zur Musikarena umgebauten Max-Siebold-Halle jede Erwähnung und Aufmerksamkeit wert: Bereits vor dem „Otello“ mit seinem vielsagenden „Fuoco di gioia“ („Feuer der Freude“) zeigte die Ouvertüre aus Gioachino Rossinis „Wilhelm Tell“, wie ernst es den Musikern des OVH gerade an diesem Abend war: Ohne Abwarten glitt das Orchester stürmisch und – verstärkt durch den beeindruckend vibrierenden Holz-Hallenboden – in seinem Spiel durch Mark und Bein gehend in die Musik hinein. Nach dem furiosen „Otello“ und der anschließend wohl platzierten Pause folgten die Nachwuchsmusiker des Junior- und des Jungen Orchesters im Verein und zeigten, dass dem OVH – im Gegensatz zu vielen anderen Orchestern und Chören - vor der Zukunft nicht bange sein muss: Neben Filmmusik („Fluch der Karibik“) spielten sie gar Queens „Bohemian Rhapsody“, das bislang ebenso unmöglich ohne Gesang zu funktionieren schien wie Verdis Oper. Und die auf Bachs „Ciaconne“ in d-Moll basierende Stert-Komposition „Bachseits“ am Ende des Konzertes – mit Blockflöten und Harfe – zeigte über vier Sätze mit träumerisch-melodiösem Einstieg und anschließender musikalischer Verve noch einmal, was die selbst erklärte Musikstadt Burscheid an ihrem OVH hat: den vielleicht dicksten Grund für diesen Titel nämlich.

aus dem Kölner Stadt-Anzeiger vom 19.11.2012



 
 

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