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Gelungenes Finale der Adventsmusik...
Mit viel „Brazz“ ins Adventswochenende
Musikus-Projekt: Orchesterverein...
Kesse Mäuse gegen drollige Zinnsoldaten
Reise in die Seele des Werks und...
Standing Ovations für den OVH in...
Serenadenkonzert: Kirchenkurve atmet...
Platz zwei für Orchesterverein Hilgen
Musiker beeindrucken in Luxemburg
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Hier finden Sie die Presseartikel über den Orchesterverein aus dem Jahre 2013. Rechts können Sie die verschiedenen Anlässe direkt auswählen.


Bergische Morgenpost, Ausgabe vom 24.12.2013

Gelungenes Finale der Adventsmusik in der Lutherischen Kirche

Radevormwald (sebu) Einen besseren Abschluss hätte es nicht geben können: Mit pompösen und beeindruckenden Klängen der Blechbläser des Orchestervereins Hilgen 1912 verabschiedete die lutherische Kirchengemeinde am Sonntagabend ihre musikalische Adventszeit.

Die kraftvollen Töne der erst vor knapp einem Jahr entstandenen Brass-Band der Burscheid-Hilgener Musiker waren auch jenseits der dicken Kirchenmauern in den Gassen zu hören und luden zum Träumen und Reisen ein. Die meisten Besucher hatten es sich auf der Empore gemütlich gemacht, wo sie einen guten Blick auf die rund 35 Musiker und Dirigent Ulrich Haas hatten.

Wegen der großen Weihnachtsbäume, die den Altar flankieren und festlich schmücken, mussten die vielen Musiker in die zweite Etage ausweichen. Der Akustik tat dies aber überhaupt keinen Abbruch. Jene, die unten auf den Bänken Platz genommen hatten, sahen die Brass-Band zwar nicht, der Gänsehaut erzeugende Klang erreichte sie dennoch in ihrer ganzen Stärke.

Weihnachtliche Stücke wie "White Christmas", "O holy night" oder "Little Drummer Boy" kamen bei den Besuchern ebenso gut an wie die bekannte Melodie zu Michael Holms "Tränen lügen nicht." Nach jedem Stück richtete sich Leiter Ulrich Haas an die Anwesenden, erzählte ein wenig von der Entstehung oder Herkunft der Stücke und gab den ausgezeichneten Musikern so eine kurze Verschnaufpause.

Der epochale Klang, der teilweise an überragende Filmmusik erinnerte, überzeugte alle Besucher, die sich nach dem einstündigen Konzert, oben wie auch unten, von ihren Plätzen erhoben und der tollen Leistung der Brass-Band mit ihren langanhaltenden Beifall ihre Anerkennung zollten.

Gemeindekantor Martin Scheibner bedankte sich bei den Musikern, die mit dem symphonischen Blasorchester Hilgen, deutschland- und europaweit Konzerte spielen, und lud sie für ein Sommerkonzert ein: "Dann sind die Bäume auch nicht mehr da und Sie müssen nicht mehr da oben spielen."


Westdeutsche Zeitung, Ausgabe vom 23.12.2013

Mit viel „Brazz“ in das Adventswochenende

Von Bettina Distel

KONZERT Brazzband des OVH sorgt für überraschende Arrangements.

Wermelskirchen/Burscheid. An diesem Samstag gab sich die OVH-Brazzband im Stephanus-Gemeindehaus die Ehre und spielte unter der Leitung von Ulrich Haas Klassiker der modernen Weihnachtsmusik. Die Anfang des Jahres neu gegründete Combo des Orchestervereins Hilgen hatte als Schwerpunkt des Abends englische Weihnachtslieder gewählt, ergänzt durch andere, meist europäische Werke.

So waren viele Melodien bekannt, hielten in ihren Arrangements jedoch manche Überraschung bereit. Den Abend eröffneten die Blechbläser mit „Joy to the World“, gefolgt von Circo Dammicos „Soleado“, besser bekannt in der Johnny-Mathis-Version „When a Child was born“.

Großartig gespielte Solo-Posaune

Mit „Oh Holy Night“ fand ein weiteres aus Film und Fernsehen bekanntes Werk den Weg ins Programm. Der ursprünglich französische Choral wurde hier für (eine großartig gespielte) Solo-Posaune und Brassband arrangiert. Es folgte ein Medley bekannter englischer Lieder „mit viel Glöckchen und tschingderassabum“, wie Ulrich Haas das Stück mit einem Augenzwinkern ankündigte.

Mit einem weiteren englischen Choral erreichte der Abend seinen Höhepunkt. Das sehr jazzige „God rest you merry gentlemen“ wurde vom tiefen Blech eingeleitet und dominiert, unter ihnen ein sehr selten zu hörender Cimbasso (Kontrabass-Ventilposaune).

Bei einem Brass-Weihnachtskonzert darf natürlich auch Irving Berlins „White Christmas“ nicht fehlen, die bis heute meist verkaufte Single der Welt. In die zahlreichen Interpretationen des durch Bing Crosby bekannt gewordenen Stücks reiht sich nun die Version der „Brazzband“ ein – und steht den großen Vorbildern in nichts nach.

Überhaupt mussten sich die Musiker an diesem Abend nicht verstecken: Ihr Spiel überzeugte mit guter Stimmung, Spielfreude und hoher Präzision. Den Abend beendeten Haas und seine Musiker in den USA. Mit Philip Sparkes „A Little Drummer Boy“, dessen Rolle an diesem Abend Thaddäus Hofrogge übernahm, und dem obligatorischen „Santa Claus Is Coming To Town“ wurde das Publikum fröhlich in das letzte Adventswochenende entlassen.


Westdeutsche Zeitung, Ausgabe vom 08.12.2013

Musikus-Projekt: Orchesterverein Hilgen führt Tschaikowskys Nussknacker auf

Von Ursula Hellmann

Kinder der Montanusschule und junge Tänzerinnen und Tänzer der Altenberger Ballettschule Assemblé wurden in die Aufführung eingebunden.

Burscheid. Da stand er ganz bescheiden am Rand der Bühne in der Hans-Hoersch-Halle: 50 Zentimeter groß, in schmucker Uniform, hölzern und steif, und schaute erstaunt auf das bunte, laute Gewusel im Zuschauerraum. Dabei drehte sich Sonntag doch alles nur um ihn – den Nussknacker.

Schulkinder, Geschwister, Eltern und Großeltern waren gespannt auf das Ergebnis vieler Probenwochen. Der Orchesterverein Hilgen hatte im Rahmen seines Musikus-Projekts Kinder der Montanusschule und junge Tänzerinnen und Tänzer der Altenberger Ballettschule Assemblé eingebunden.

Auch eine Celesta zählt zu den Begleitinstrumenten

44 Grundschüler und 13 junge Ballettschüler standen in dem Tanztheater „Der Nussknacker“ nach einer Erzählung von E. T. A. Hoffmann und mit der Musik von Peter Tschaikowsky auf der Bühne. 13 Musiker des Orchestervereins mit Ulrich Haas am Pult sorgten für die musikalische Begleitung der zauberhaften Handlung. Zu hören war dabei auch eine Celesta, ein klanglich dem Glockenspiel ähnelndes Tasteninstrument.

Annette Willuweit hatte das Märchen in ein für Kindertheater geeignetes Skript verwandelt. Sie agierte auch als Erzählerin und beteiligte geschickt alle kleinen und großen Besucher an dem Geschehen auf der Bühne. Das Bühnenbild kam mit wenigen markanten Ausstattungsstücken aus und ließ den jungen Akteuren viel Raum für ihre Tanzfiguren. Das kreative Bühnenbild hatte die Arbeitsgemeinschaft Bühnenbild unter Leitung von Caterine Efeoglu erarbeitet.

Zur bekannten Handlung: Bekam die kleine Clara Stahlbaum diesmal kein Weihnachtsgeschenk? Ein wenig warten musste sie schon und traurig neben den anderen Kindern stehen. Umso zärtlicher hielt sie dann doch ihren hölzernen Freund in den Armen – den vornehmen, puppengroßen Nussknacker. Und was am Heiligabend um Mitternacht geschah, da hatte sicher auch der geheimnisvolle Onkel Drosselmeier seine Hand im Spiel. Darum musste der räuberische Mäusekönig sich auch geschlagen geben, als er von dem zum tapferen Soldaten verwandelten Nussknacker mit blitzendem Schwert besiegt wurde.

Hauptrollen jeweils doppelt besetzt

Für die kurze Zeit des Umbaus war das komplette Publikum damit beschäftigt, einen Schneesturm zu imitieren. Im Land der Zuckerfee zeigten die Assemblé-Ballettschülerinnen dann weitere ansprechende Choreografien, gestaltet von Christine Strelow. Die beiden Hauptrollen in den zwei Aufführungen teilten sich Lena Rämsch und Mara Willuweit als Clara sowie Kiana Mauritz und Vanessa Lourence als Nussknacker-Prinz.

Maja Halfmann war Onkel Drosselmeier, Victoria Kostka und Marina Münchow wechselten für den Vormittag und den Nachmittag das Kostüm der Zuckerfee.

Eine DVD als Erinnerung an das Adventsspiel

Alle anderen Mitspieler waren in der zweiten Aufführung wieder mit dabei, zum Teil aber in anderen Figuren. Der Ausklang wurde – unter Einsatz von Händen und Füßen aller Zuschauer – zu einem bewegten Finale. Damit die Kinder eine bleibende Erinnerung an ihr Advents-spiel bekommen, trägt die Burscheid-Stiftung dazu bei, jedem Mitwirkenden eine DVD zu schenken.


Leverkusener Anzeiger, Ausgabe vom 09.12.2013

Kesse Mäuse gegen drollige Zinnsoldaten

Burscheid. Seit 121 Jahren fasziniert die Ballett-Suite „Der Nussknacker“ Kinder und Erwachsene in der ganzen Welt. Das Werk von Pjotr Illitsch Tschaikowski wurde am 18. Dezember 1892 zum ersten Mal in Sankt Petersburg auf die Bühne gebracht. Am gestrigen Sonntag verzauberte die ursprünglich auf dem Kunstmärchen „Nussknacker und Mäusekönig“ von E.T.A. Hoffmann basierende Suite zweimal ein großes Publikum in der Hans-Hoersch-Halle in Burscheid. Nicht nur Kinder, auch sehr viele Erwachsene freuten sich an der Inszenierung der Musikpädagogin Annette Willuweit.

Die Flötistin des Orchestervereins Hilgen (OVH) hatte über die Einstudierung hinaus publikumsnah auch den Part der Erzählerin übernommen. Die zwölf Musiker des OVH-Bläserensembles unter der Leitung von Uli Haas bewiesen bereits bei der Ouvertüre ihre hohe Professionalität: Die Umsetzung der märchenhaften Einzelszenen aus zwei Akten führte erfolgreich ins zuckersüße Traumland.

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Wie das Orchester, erhielten auch die 44 Montanusschüler von der zweiten bis zur vierten Klasse sowie die jungen Tänzerinnen der Ballettschule „Assemblé“ immer wieder Szenenapplaus. Die Choreografie von Christine Strelow war regelrecht kess. Rektorin Claudia Zimmermann, die mit ihrem Ehemann die Nachmittagsvorstellung besuchte, war begeistert: „Dass die Halle voll besetzt ist, kommt ja nur ganz selten vor.“ Sie war besonders davon angetan, dass mit Hilfe der Kreissparkasse Köln die Aufführung gefilmt wurde: „Jedes mitspielende Kind erhält später eine Kopie.“ Auch die Rhein-Energie Stiftung Kultur sponserte die von Schule und der städtischen Kinder-Kultur-Reihe getragenen Veranstaltung.

Nur mit Sponsoren, berichtete die Regisseurin, habe die sehr aufwändige Inszenierung mit ihrer üppigen Ausstattung – samt in der Mitte der Bühne aufgestelltem, über drei Meter hohen geschmückten Weihnachtsbaumes – realisiert werden können. Die Handlung ist schnell erzählt: Das Mädchen Klara bekommt am Weihnachtsabend einen Nussknacker geschenkt. Nachts träumt es von einer Schlacht der vom Nussknacker angeführten Zinnsoldaten gegen das Heer des Mäusekönigs. Mit Klaras Hilfe siegt der Nussknacker und verwandelt sich in einen Prinzen. Als Dank nimmt er sie mit zum großen Fest der Zuckerfee.

Übrigens: Weil Annette Willuweit aus strategischen Gründen auf den Schneesturm während des „Schneeflockenwalzers“ verzichten musste, hatte sie eine pfiffige Idee: Sie ließ einzelne, auf Plakate gemalte Schneeflocken-Typen von Kindern in die Höhe halten. Zur jeweiligen Flocke musste das Publikum quietschen, kichern und jaulen. Ein herrlicher Weihnachtsspaß für die ganze Familie.


Westdeutsche Zeitung, Ausgabe vom 11.11.2013

Reise in die Seele des Werks und des Orchesters

Von Ekkehard Rüger

Der OVH offenbart mit seinem Opernprogramm die Wunderwelt seiner Klangmöglichkeiten.

Altenberg. Wenn man beschreiben sollte, was den Orchesterverein Hilgen (OVH) ausmacht, wird man schnell auf die Neugierde und Experimentierlust kommen. Seit Jahren treibt den Dirigenten Johannes Stert die Frage um, welche Klangfarben seinem sinfonischen Blasorchester noch entlockt werden könnten. Und seine liebste Spielwiese der jüngeren Zeit ist dabei die Welt der Oper.

Beim Jubiläumskonzert im vergangenen Jahr wurde das schon deutlich und setzte sich am Sonntag beim Auftritt im Altenberger Dom fort. Die Sorge des Vorstands, ob die Anmietung weiterer Stühle lohne, erwies sich im Übrigen als überflüssig: Burscheids Premiumorchester kann mittlerweile überall mit vollem Haus rechnen.

Alle Arrangements von Johannes Stert

Die Arrangements für das Blasorchester nimmt Stert längst in die eigene Hand und beweist dabei grandioses Gespür. Im Begleittext zum Programm ist treffend beschrieben, dass es ihm auf diesem Weg nicht um eine möglichst identische Kopie des Ursprungs gehen kann. Er strebt vielmehr an, das Wesen eines Werkes zu erfassen und dieses dann mit den Möglichkeiten eines Blasorchesters auszudrücken. Wenn man so will, führt die Reise in die Seele der Komposition zugleich ins Innerste des OVH und entdeckt dabei die Wunderwelt seiner Klangmöglichkeiten.

Sie im Altenberger Dom zu entfalten, ist nicht ohne Risiko. Der Nachhall birgt die Gefahr eines undifferenzierten Klangbreis. Die kluge Stückauswahl erspart dem Publikum diese Erfahrung weitestgehend. Stattdessen wirkt das Orchester durch die besondere Akustik gerade in den hinteren Reihen, wo es von den Musikern nicht mehr viel zu sehen gibt, auf bewegende Weise entrückt.

Dieser Schwebezustand der Musik funktioniert zum Beispiel bei den Zwischenspielen aus Benjamin Brittens Oper „Peter Grimes“ sowohl bei der zarten Morgendämmerung (Dawn) als auch im majestätischen Mondlicht (Moonlight) und selbst bei der Übertragung zweier Klavierwerke von Brahms. Und wenn das Crescendo des OVH das gotische Gewölbe erreicht, werden aus Richard Strauss’ „Träumereien am Kamin“ (dessen Wärme man im Dom gut gebrauchen könnte) schnell Schwärmereien in einer Klangwolke.

Mit Wagners Walküre-Auszug „Wotans Abschied und Feuerzauber“ knüpft der OVH schließlich wie schon mit Benjamin Britten an sein Innsbruck-Konzert vom Juli dieses Jahres an. Dort wie hier ist ihm die abschließende Begeisterung des Publikums gewiss.

Schon 2014 soll es eine Fortsetzung geben

Lange hatte das Orchester auf den bergischen Dom als Aufführungsort verzichten müssen. In diesem Jahr ist es dank der evangelischen Nutzer wieder möglich geworden. Bereits 2014 soll es eine Fortsetzung geben – dann unter Einbindung der Orgel.


Westdeutsche Zeitung, Ausgabe vom 23.07.2013

Standing Ovations für den OVH in Innsbruck

Von Jürgen Heimann

Geschafft, aber beeindruckt sind die Musiker von den renommierten Konzerten zurück.

Burscheid. 23 Stunden Fahrt hin und zurück mit dem Doppeldeckerbus, ein über zweistündiges Konzert ohne Pause in der kaiserlichen Hofburg zu Innsbruck – geschafft sind die 72 Musiker des Orchestervereins Hilgen am Montag von den Promenadenkonzerten zurückgekehrt. „Das war das schwerste Programm, was wir je gespielt haben“, berichtet Martin Mudlaff, Vorsitzender des Vereins.

Doch am Ende des Konzertes gab es Standing Ovations für die Hilgener. Und das war laut Mudlaff trotz der Vorschusslorbeeren nicht unbedingt zu erwarten. „Wir wussten, dass wir ein kritisches Publikum haben werden.“ Doch schon während der Aufführung abends bei sommerlichen Temperaturen sei durch das Verhalten der Besucher zu spüren gewesen, dass der Funke übergesprungen war. „Wir hatten sehr viele leise Passagen, da hatten wir große Bedenken, weil es nachmittags durch das Kommen und Gehen der Besucher ein bisschen unruhig war.“ Ganz anders am Abend. „Die Hofburg war proppenvoll. Es war phänomenal, zu erleben, wie ruhig so viele Menschen auf einem Fleck sein können. Wir hatten eine Akustik wie in einem Konzertsaal.“

2000 Besucher während der Veranstaltung in der Hofburg

Laut Veranstalter waren 2000 Besucher an dem Abend in der Innsbrucker Burg. Darunter auch drei Überraschungsgäste: drei Mitglieder des Vorstands der Stadtkapelle Wangen im Allgäu, die zu den größten Konkurrenten des OVH bei Wettbewerben gehört. Bei vergangenen Veranstaltungen seien sie so begeistert dem Hilgener Ensemble gewesen, dass sie eine sechsstündige Hin- und Rückfahrt auf sich genommen hätten, um ihre befreundeten musikalischen Rivalen zu sehen und zu hören.

Und sie waren vermutlich genauso begeistert wie der Intendant der Promenadenkonzerte, Alois Schöpf, der vor der Verabschiedung des OVH umissverständlich eine Zugabe einforderte und schon mal eine verklausulierte Einladung für das kommende Jahr aussprach.


Westdeutsche Zeitung, Ausgabe vom 14.07.2013

Serenadenkonzert: Kirchenkurve atmet "Berliner Luft"

Von Marie-Luise Mettlach

Der OVH und seine Ensembles reißen bei ihrem geliebten Heimspiel das Publikum mit.

Burscheid. Der Orchesterverein Hilgen schwimmt international auf einer Erfolgswelle. Beim Serenadenkonzert in der Kirchenkurve schwappte diese Welle endlich wieder einmal auch nach Burscheid über. Die Plätze reichten nicht aus, viele genossen das Konzert trotz des immer kühler werdenden Sommerabends im Stehen oder Umhergehen.

Sie bekamen vom „OVH mit seinen Tochterunternehmen“ (Bürgermeister Caplan) ein umfangreiches und unterhaltsames Programm geboten. Drei „Töchter“ stellten sich vor: das Junior-Orchester (28 Mitglieder) und das Junge Orchester (25), beide gebildet aus Schülern der Orchesterschule des OVH, und die neu gebildete „Brazz Band“, für die der Auftritt eine Premiere war.

Schon weiter ist das Junge Orchester. Dirigentin Viola Wertgé weiß ihre jungen Musiker mitzureißen, vor allem bei den rhythmisch besonders ausgeprägten Werken. Einzelne Register wie die die Flöten zeigten bereits erstaunliche Virtuosität. In einer Zeitreise durch die Filmmusik wurden Stimmungen eingefangen und weich interpretiert. Thaddäus Hofrogge brillierte als Solist am Xylophon.

Große musikalische Bandbreite der neuen Brazz-Band

Die erst vor einigen Monaten gegründete Brazz-Band (ausschließlich Blechbläser) unter Leitung von Uli Haas stellte sich mit ganz unterschiedlichen Werken vor: der „Olympia-Fanfare“ von Richard Strauß, dem Triumphmarsch aus der Verdi-Oper „Aida“, dem Vorspiel zum 3. Akt der Oper „Lohengrin“ von Richard Wagner, dem „Feuertanz“ von Manuel de Falla, „Drive up the band“ von George Gershwin. Alles mit großer Musikalität, werktreu mal weich, mal aggressiv gespielt.

Die erst vor einigen Monaten gegründete Brazz-Band (ausschließlich Blechbläser) unter Leitung von Uli Haas stellte sich mit ganz unterschiedlichen Werken vor: der „Olympia-Fanfare“ von Richard Strauß, dem Triumphmarsch aus der Verdi-Oper „Aida“, dem Vorspiel zum 3. Akt der Oper „Lohengrin“ von Richard Wagner, dem „Feuertanz“ von Manuel de Falla, „Drive up the band“ von George Gershwin. Alles mit großer Musikalität, werktreu mal weich, mal aggressiv gespielt.

Erst jetzt kam der OVH auf die Bühne. Um Nachwuchs braucht er nicht bange zu sein. Aber um so zu spielen, bedarf es eben doch langjähriger musikalischer Erfahrung und eines so begabten Dirigenten wie Johannes Stert. Die original für Blasorchester geschriebene „Festmusik für die Stadt Wien“ von Richard Strauß, Armenische Tänze von Alfred Reed und der ebenfalls original für Blasorchester komponierte Walzer aus der Jazz-Suite von Dimitrij Schostakowitsch begeisterten die Zuhörer, die sich zwei Zugaben erklatschten. Bei der zweiten, der „Berliner Luft“ von Paul Linke, wirkten sie durch kräftiges Klatschen und Pfeifen mit. Großstädtische „Berliner Luft“? Nein: Burscheider Luft, ganz erfüllt von den Klängen einer schönen Sommerserenade.


Westdeutsche Zeitung, Ausgabe vom 14.05.2013

Platz zwei für Orchesterverein Hilgen

Von Jan Filipzik

In Luxemburg hat der Orchesterverein Hilgen bei einem Wettbewerb den zweiten Platz belegt.

Hilgen. Auch wenn es am Ende „nur“ der zweite Platz war – von einem Sensationssieg des Orchestervereins Hilgen beim Wettbewerb in Luxemburg zu sprechen, ist durchaus gerechtfertigt. Das sieht auch Martin Mudlaff so, Vorsitzender des Vereins: „Das war schon große Klasse – wir sind absolut zufrieden.“

Angetreten waren die 73 Musiker am Sonntag beim internationalen Wettbewerb „Fédération nationale de musique du Luxembourg“. In der dortigen Philharmonie spielten sie gegen fünf weitere Orchester und mussten sich am Ende nur der favorisierten Koninklijke Harmonie van Thorn geschlagen geben, mit gerade einmal 0,33 Punkten.

Der OVH selbst erreichte insgesamt 96,5 von 100 Punkten. „Unser Wahlprogramm erhielt mit 98 von 100 Punkten sogar die höchstvergebene Wertung des Wettbewerbs“, sagt Martin Mudlaff.

Das Pflichtstück hatten die Musiker zunächst unterschätzt

Am Ende war es also das Pflichtstück, das die Hilgener den Sieg gekostet hat. Schon im Vorfeld musste Mudlaff zugeben, dass man dieses Stück zunächst unterschätzt hatte. „Erst bei den Proben fiel uns auf, wie anspruchsvoll es wirklich ist.“

Über den zweiten Platz geärgert hat sich aber niemand. „Auf der Rückfahrt im Bus haben wir ordentlich gefeiert. Und nebenbei schon unsere Webseite aktualisiert.“

Ein weiterer Höhepunkt für den OVH war ein Auftritt in einem Konzert im Musikkonservatorium der Stadt Luxemburg. Dort präsentierte der Verein am Vorabend des Wettbewerbs sein Programm und konnte noch ein letztes Mal üben. „Eigentlich fing es da bereits an. Da haben wir gemerkt, dass es richtig gut für uns läuft.“

Und wie geht es nach einem solchen Höhepunkt weiter? „Mit Vollgas“, sagt Mudlaff und lacht. Denn bereits im Juli spielt der OVH beim Promenadenkonzert in Innsbruck und will dort wieder eine gute Leistung abliefern. Und dafür wird schon jetzt jede Menge geübt.


Kölner Stadt-Anzeiger, Ausgabe Rhein-Wupper vom 14.05.2013

Musiker beeindrucken in Luxemburg

WETTBEWERB Der Orchesterverein Hilgen erringt den zweiten Platz – Jury lobt die Stückauswahl

Von Timm Gatter

Burscheid. Ein großes Kompliment für den Orchesterverein Hilgen 1912 (OVH): Am Sonntag, 12. Mai, errang das als eines der führenden Blasorchester Deutschlands geltende Ensemble den "Ersten Europäischen Preis mit großer Auszeichnung" beim internationalen Orchester-Wettbewerb der "Fédération nationale de musique du Luxembourg – Union Grand-Duc Adolphe (UGDA)" in Luxemburg. Unter der Leitung seines Chefdirigenten, Johannes Stert, war der OVH am Samstag mit 73 Musikern nach Luxemburg gereist – am Vorabend des Wettbewerbs konzertierte das Orchester bereits im Konservatorium der Stadt Luxemburg mit einem für diesen Abend leicht erweiterten Wettbewerbsprogramm.
Am Sonntagabend gab es großen Jubel bei der Bekanntgabe der Wettbewerbsergebnisse. Der Vorsitzende Martin Mudlaff: "Mit 96,5 von 100 möglichen Punkten errangen wir den zweiten Platz -denkbar knapp hinter dem niederländischen Spitzenorchester »Koninklijke Harmonie van Thorn« mit 96,83 Punkten." Der OVH präsentierte neben dem für alle teilnehmenden Orchester gesetzten Pflichtstück "Divertimento" von Oliver Waespi in seinem Wahlprogramm ausschließlich Werke seines Chefdirigenten Johannes Stert: Anlässlich der runden Geburtstage dreier weltbekannter Komponisten hatte er eigens für den Wettbewerb ein "Jubiläumskonzert" arrangiert. Mit den drei Sätzen aus "Wotans Abschied" (Richard Wagner), "Fuoco di Gioia" (Giuseppe Verdi) und "Storm" (Benjamin Britten) konnte das Orchester die ganzen Facetten und den Farbenreichtum der sinfonischen Bläsermusik aufzeigen. Die in der Blasorchesterszene mittlerweile schon bekannte Komposition von Johannes Ster "Bachseits" setzte den Schlusspunkt im 50-minütigen Vortrag.
Die Musiker freuten sich besonders darüber, dass sie für ihr Wahlprogramm mit 98 von 100 Punkten die höchste im Wettbewerb vergebene Punktzahl erhalten hatten. Mudlaff: "Das ist eine große Anerkennung für den eigenen Stil, den der OVH und Johannes Stert mit seiner Literaturauswahl verfolgen." Marc Meyers,

Direktor des Musikkonservatoriums Luxemburg und Mitglied der international besetzten Jury, sagte: "Glückwunsch zu Ihrer so gar nicht konservativen Stückauswahl." Er habe während des OVH-Vortrags "permanent Gänsehaut" verspürt. Man erkenne deutlich, welche Verbindung Orchester und Dirigent hätten.

Besonders beeindruckt zeigte sich der OVH von der Luxemburger Philharmonie. Das für seine Architektur weltweit bekannte Konzerthaus verfügt über eine ausgezeichnete Akustik – ein würdiger Rahmen für den hochkarätig besetzten Wettbewerb und auch ein Beleg dafür, welchen Stellenwert die sinfonische Blasmusik in den Benelux-Ländern genießt.

In Burscheid ist der OVH wieder bei seinem traditionellen Serenadenkonzert am Samstag, 13. Juli, 19.30 Uhr, in der Kirchenkurve zu hören.

www.ovhilgen.de

Ergebnisse:
1. Platz: Koninklijke Harmonie van Thorn, Niederlande (96,83 Punkte).

2. Platz: Orchesterverein Hilgen , Deutschland (96,5)

3. Platz: Nantes Philharmonie, Frankreich (92,38)

4. Platz: Koninklijk Harmonieorkest Torhout, Belgien (91,13)

 
 

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