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2013 - Musikus-Projekt: Orchesterverein Hilgen führt Tschaikowskys Nussknacker auf
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Westdeutsche Zeitung, Ausgabe vom 08.12.2013

Musikus-Projekt: Orchesterverein Hilgen führt Tschaikowskys Nussknacker auf

Von Ursula Hellmann

Kinder der Montanusschule und junge Tänzerinnen und Tänzer der Altenberger Ballettschule Assemblé wurden in die Aufführung eingebunden.

Burscheid. Da stand er ganz bescheiden am Rand der Bühne in der Hans-Hoersch-Halle: 50 Zentimeter groß, in schmucker Uniform, hölzern und steif, und schaute erstaunt auf das bunte, laute Gewusel im Zuschauerraum. Dabei drehte sich Sonntag doch alles nur um ihn – den Nussknacker.

Schulkinder, Geschwister, Eltern und Großeltern waren gespannt auf das Ergebnis vieler Probenwochen. Der Orchesterverein Hilgen hatte im Rahmen seines Musikus-Projekts Kinder der Montanusschule und junge Tänzerinnen und Tänzer der Altenberger Ballettschule Assemblé eingebunden.

Auch eine Celesta zählt zu den Begleitinstrumenten

44 Grundschüler und 13 junge Ballettschüler standen in dem Tanztheater „Der Nussknacker“ nach einer Erzählung von E. T. A. Hoffmann und mit der Musik von Peter Tschaikowsky auf der Bühne. 13 Musiker des Orchestervereins mit Ulrich Haas am Pult sorgten für die musikalische Begleitung der zauberhaften Handlung. Zu hören war dabei auch eine Celesta, ein klanglich dem Glockenspiel ähnelndes Tasteninstrument.

Annette Willuweit hatte das Märchen in ein für Kindertheater geeignetes Skript verwandelt. Sie agierte auch als Erzählerin und beteiligte geschickt alle kleinen und großen Besucher an dem Geschehen auf der Bühne. Das Bühnenbild kam mit wenigen markanten Ausstattungsstücken aus und ließ den jungen Akteuren viel Raum für ihre Tanzfiguren. Das kreative Bühnenbild hatte die Arbeitsgemeinschaft Bühnenbild unter Leitung von Caterine Efeoglu erarbeitet.

Zur bekannten Handlung: Bekam die kleine Clara Stahlbaum diesmal kein Weihnachtsgeschenk? Ein wenig warten musste sie schon und traurig neben den anderen Kindern stehen. Umso zärtlicher hielt sie dann doch ihren hölzernen Freund in den Armen – den vornehmen, puppengroßen Nussknacker. Und was am Heiligabend um Mitternacht geschah, da hatte sicher auch der geheimnisvolle Onkel Drosselmeier seine Hand im Spiel. Darum musste der räuberische Mäusekönig sich auch geschlagen geben, als er von dem zum tapferen Soldaten verwandelten Nussknacker mit blitzendem Schwert besiegt wurde.

Hauptrollen jeweils doppelt besetzt

Für die kurze Zeit des Umbaus war das komplette Publikum damit beschäftigt, einen Schneesturm zu imitieren. Im Land der Zuckerfee zeigten die Assemblé-Ballettschülerinnen dann weitere ansprechende Choreografien, gestaltet von Christine Strelow. Die beiden Hauptrollen in den zwei Aufführungen teilten sich Lena Rämsch und Mara Willuweit als Clara sowie Kiana Mauritz und Vanessa Lourence als Nussknacker-Prinz.

Maja Halfmann war Onkel Drosselmeier, Victoria Kostka und Marina Münchow wechselten für den Vormittag und den Nachmittag das Kostüm der Zuckerfee.

Eine DVD als Erinnerung an das Adventsspiel

Alle anderen Mitspieler waren in der zweiten Aufführung wieder mit dabei, zum Teil aber in anderen Figuren. Der Ausklang wurde – unter Einsatz von Händen und Füßen aller Zuschauer – zu einem bewegten Finale. Damit die Kinder eine bleibende Erinnerung an ihr Advents-spiel bekommen, trägt die Burscheid-Stiftung dazu bei, jedem Mitwirkenden eine DVD zu schenken.



 
 

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