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2015 - Ein himmlisches Vergnügen
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2015
Jetzt macht der OVH Theater
Romantisches Konzert mit Spaziergang
Ein himmlisches Vergnügen (KSTA)
Entertainment mit...(WZ)
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Kölner Stadt-Anzeiger Rhein-Wupper, Ausgabe vom 22.06.2015

Ein himmlisches Vergnügen

SERENADENKONZERT Der OVH verändert sich unter Timor Chadik. Man weiß nur noch nicht, mit welchem Ziel.

Von Timm Gatter

OVH Serenade, KSTAJunior- und Junges Orchester eröffneten das Open-Air-Konzert des Orchestervereins Hilgen in der Kirchenkurve. Foto: Ralf Krieger

Burscheid. Timor Oliver Chadik kam, sah und siegte: Der neue Dirigent des Orchestervereins Hilgen (OVH) legte am Samstagabend beim Serenadenkonzert in der Kirchenkurve ein bravouröses Beispiel seiner Könnens ab. Unter großem Beifall, bejubelnden Pfiffen und vielen Bitten um Zugaben verwandelte er das Open-Air-Konzert zu einem musikalisch-jazzigen Hochgenus. Gewissermaßen ein himmlisches Vergnügen – der Song „Fly Me to the Moon“ bildete das Motto der Show.

Nicht nur die älteren Besucher in der voll besetzten Kirchenkurve – der Bauhof hatte alle seine Stühle zur Verfügung gestellt – goutierten das Intermezzo. Einige erinnerten sich sogar an Rundfunksendungen der 50er-Jahre. Herrmann Büscher aus Wermelskirchen: „Ich hörte als 14-Jähriger begeistert den amerikanischen Soldatensender AFN Frankfurt – „Station of the Stars“ mit Glenn Miller und Benny Goodman. Heute bin ich wieder Jugendlicher. Wunderbar.“ In der Tat: Chadik, der vor 38 Jahren in Bangkok geborene Oberstleutnant der Bundeswehr und Leiter der renommierten Bundeswehr-Big-Band in Euskirchen, formte für den Abend aus dem OVH-Klangkörper ein dynamisches jazziges Orchester – Kurt Edelhagen und Clark Boland lassen grüßen. In der persönlichen Begegnung bescheiden und zurückgenommen, entwickelt Timor Chadik am Dirigentenpult ungeahntes Temperament und fordert Disziplin. Das ist kein Widerspruch. Als ob er an unsichtbaren Fäden zöge, beherrscht er den OVH mit knappen Gesten. Die Sprache seiner Hände ist kraftvoll, sie bestimmt exakt die Lautstärke der einzelnen Blasinstrumente, das Tempo und den Tempowechsel.

"Eigentlich sollte die Kirchenkurve viel häufiger für Veranstaltungen genutzt werden – der Ort ist einfach fantastisch" Jürgen Müller, ehemaliger Stadtbrandmeister

Timor Chadik, KSTADirigent Timor Chadik wurde in Bangkok geboren. Foto Ralph Krieger

Die ausgeklügelte Balance zeigt sich bereits beim ersten Stück, „There’s No Business Like Show Business“. Das Orchester heizt ein bei den kühlen Sommertemperaturen. Niemand scheint mehr zu frieren. Auf die etwas zu lang geratenen Zwischentexte sollte der OVH allerdings künftig besser verzichten. Denn die Zuhörer wollen weiter zügig dem „Himmel ganz nah“ sein: Mit dem jazzigen „Danzón No. 2“ vom Mexikaner Arturo Márquez geht es in die nächste Runde. Danach folgt unter anderem das besonders umjubelte „Fly Me to the Moon“ sowie ein dynamisches Medley aus „My Fair Lady“.

Dirigent und Orchester bilden bis zum letzten Ton der Kompositionen eine mit Recht gefeierte seh- wie hörbare Einheit. Ein exzellenter musikalischer Spaß – passend zum tollen Burscheider Ambiente. „Eigentlich sollte die Kirchenkurve viel häufiger für Veranstaltungen genutzt werden – der Ort ist einfach fantastisch“, lobte der ehemalige Stadtbrandmeister Jürgen Müller.

An dieser Einschätzung hat der Orchesterverein Hilgen großen Anteil. Bereits die Konzerte im „Vorprogramm“ mit seinem Junior-Orchester unter der Leitung von Heide Wendt und dem Jungen Orchester unter dem Dirigat von Viola Wertgé haben mit ihren Werken überzeugend zum Gelingen des Serenadenkonzertes beigetragen. So nah war der Mond selten in der Lindenstadt.

Preisträger geehrt

Bürgermeister Stefan Caplan überreichte beim Serenadenkonzert die von der Stdat gestifteten Bücher-Gutscheine für die Burscheider Preisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert“: Einen ersten Preis errangen Mirja Wittke (13, Querflöte), Lydia Cavell (13, Klavier), Ronny Morawietz (14, Trompete), Sophia Henke (14, Horn). Zweite Preisträger waren Lena Willuweit (13, Querflöte), Sonja Wetzel (15, Querflöte), Sarah Witzel (15, Klavier). Über einen ersten und zugleich zweiten als Gruppenteilnehmer freuten sich die vier dreizehnjährigen Schlagzeuger Alexander Kurz, Aurel Perthel, Nicolas Kroll und Vincent Zahlen.



 
 

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