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osb_wzjBurscheid. Der Orchesterverein Hilgen (OVH) will in der Nachwuchsförderung eigene Wege gehen: Mit der bereits erfolgten Gründung des Vereins „Orchesterschule Burscheid – Musikschule des Orchestervereins Hilgen“ sind die Voraussetzungen geschaffen, um ab Ende Februar Kindern und Jugendlichen Unterricht bei professionellen Orchestermusikern zu ermöglichen.

Günter Haas, Vorsitzender der Orchesterschule, formuliert dabei das „gemeinschaftliche Musizieren“ als ausdrückliches Ausbildungsziel: „Musik ist Mannschaftssport.“ Die Lehrer arbeiten unter anderem bei den Bergischen Sinfonikern, dem Gürzenich-Orchester Köln und dem WDR-Rundfunkorchester.

Niedrige Unterrichtskosten durch „idealistische Tarife“

Trotzdem liegen die Unterrichtskosten ungewöhnlich niedrig. „Wir leisten die Verwaltung der Einrichtung ehrenamtlich und unentgeltlich“, kündigt Haas für den Verein an. Und bei den Orchestermusikern habe man mit der Idee offene Türen eingerannt, eine verlässliche Verbindung zwischen den Einzelschülern und der Orchesterwelt zu schaffen. Sie seien daher bereit, für „idealistische Tarife“ zu unterrichten.

Erste Gespräche mit Sponsoren sind erfolgt, womöglich können die Tarife so noch weiter gesenkt werden. Auch Stipendien sind angedacht.

Zwölf Lehrerinnen und Lehrer wurden bereits für das Projekt gewonnen. Zum Start wird mit etwa 40 Schülern kalkuliert. Die Orchesterschule will neben dem Einzelunterricht kontinuierlich das gemeinsame Musizieren fördern, regelmäßige Auftrittsmöglichkeiten schaffen und feste Probenbesuche der professionellen Orchester einrichten.

Eng soll auch die Verbindung zu den Musikus-Nachwuchskonzerten des OVH sein. Die künstlerische Leitung der Orchesterschule übernimmt der langjährige OVH-Dirigent Johannes Stert. Unterrichtsmöglichkeiten bestehen unter anderem in der Hauptschule und im evangelischen Gemeindezentrum Hilgen-Dünweg.

Der OVH sieht sein Projekt trotz der zurückliegenden Zerwürfnisse nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung zur bestehenden Burscheider Musikschule. Dort will der Verein aber seine Vorstandsmitgliedschaft ab sofort ruhen lassen.


Von Ekkehard Rüger, Westdeutsche Zeitung vom 30.01.10

 



„Wir haben offene Türen eingerannt“

Mit der „Orchesterschule Burscheid“ will der OV Hilgen ab Ende Februar mit dem Unterricht in der Hauptschule beginnen. Zwölf professionelle Musiker wollen als Dozenten für 40 Schüler tätig werden.

Burscheid - Seit dem Wochenende ist die Musikstadt Burscheid um eine Facette reicher: Der Orchesterverein Hilgen 1912 (OVH) stellte nach langer Vorbereitungszeit im Hotel Schützenburg sein neuestes Kind vor. Mit der vor kurzem gegründeten „Orchesterschule Burscheid e.V. - Musikschule des Orchestervereins Hilgen“ will der Verein ab Ende Februar mit dem Unterricht in der Hauptschule beginnen. 40 Kinder und Jugendliche dürften nach Erkenntnissen der Initiatoren dabei sein.

Dabei sieht der Vorsitzende Günter Haas die Ressourcen für die neue Einrichtung nicht nur in Burscheid, sondern auch in den umliegenden Kommunen. Mittlerweile haben zwölf professionelle Musiker ihre Bereitschaft erklärt, als Dozenten tätig zu werden. Diese arbeiteten hauptberuflich unter anderem bei den Bergischen Sinfonikern, im Kölner Gürzenich-Orchester und dem Rundfunkorchester des WDR, sagte Haas. „Mit unserer Idee, eine verlässliche Verbindung zwischen Einzelschülern und Orchesterwelt zu schaffen, haben wir offene Türen eingerannt“, freut sich der Vorsitzende.

Zwei Musiker arbeiteten bislang für die Musikschule Burscheid. Eine Konkurrenz zu dieser Einrichtung schließt der Vorstand aus; eher sehe man sich als Ergänzung, um die „Palette der Musikschule zu erweitern“, sagte Martin Mudlaff. Die einstigen Zerwürfnisse und Streitigkeiten zwischen Musikschule und OVH hätten mit der Neugründung nichts zu tun. „Wir stehen Schulter an Schulter“, versicherte Mudlaff. In einem gemeinsamen Gespräch in „konstruktiver Atmosphäre“ mit Bürgermeister Stefan Caplan und den Vorstandsvertretern von Orchesterschule und Musikschule habe das Stadtoberhaupt das Konzept begrüßt, aber auch auf die unangefochtene Stellung der Musikschule bestanden. In der Musikschule will der Verein seine Vorstandsmitgliedschaft ab sofort ruhen lassen. Die Verwaltungsarbeit leistet der Verein ehrenamtlich und unentgeltlich.

„Idealistische Tarife“

Die Orchestermusiker verantworten mit ihren „idealistischen Tarifen“ den fachlichen Bereich. Haas betonte die Nachhaltigkeit des Projektes zur Nachwuchsförderung mit qualifizierten Einzelunterricht und gemeinschaftlichen Musizieren: „Musik ist ein Mannschaftssport.“ Zum Leistungsspektrum zählen ebenso regelmäßige Auftritte in einem Kinderorchester wie die enge personelle Verknüpfung mit Profi-Orchestern, Probenbesuchen und die Verbindung zu den Musikus-Nachwuchsprojekten des OVH. Die künstlerische Leitung liegt in Händen des renommierten OVH-Dirigenten Johannes Stert.

Unterrichtet wird in der Hauptschule und im Evangelischen Gemeindezentrum in Hilgen-Dünweg. Die Unterrichtskosten seien niedrig kalkuliert, hieß es: Für wöchentlich 30 Minuten Unterricht werden jährlich 504 Euro, für wöchentlich 45 Minuten 684 Euro erhoben.


Von Timm Gatter, Kölner Stadtanzeiger vom 02.02.10



 
 

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