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2010 - Hör hin mach mit 2010
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In knapp einer Stunde zum Orchestermusiker

hhmm10_wzBurscheid. „Welche Instrumente waren das?“, fragt Moderatorin Annette Willuweit, nachdem der Orchesterverein Hilgen (OVH) wieder ein kleines Klangbeispiel aus Johan de Meijs Sinfonie „Der Herr der Ringe“ gegeben hatte. „Die da drüben“, schallt es ihr aus der Kinderschar entgegen. Auch wenn die Instrumentennamen noch nicht geläufig sind, die akustische Ortung funktioniert schon sehr ordentlich.

Musikus-Zeit in der Hauptschulaula, das heißt: Die wichtigsten Adressaten des Konzerts, nämlich die Kinder, kommen auf die Bühne. Ihnen zu Füßen hat sich der OVH arrangiert und folgt den Anweisungen seines originellen neuen Projektdirigenten Scott Lawton. Und auf den Stufen drumherum hocken Eltern und Verwandte. Da bleibt in der Aula nicht mehr viel Platz.

Tanzen wie die Hobbits

Aber was heißt schon Aula? Annette Willuweit nimmt ihre kleinen Zaungäste mit auf auf einen musikalischen Spaziergang durch den Zauberwald: mit Blumen, Vögeln, Wind, Elfen – und einem großen Schreck.

Der kommt musikalisch so bedrohlich und laut daher, dass manche Kinder mit den Händen zu den Ohren greifen. Als dann später noch das wesentlich freundlichere Motiv für die kleinen Hobbits zu hören ist, gilt das als Einladung an die größengleichen Zuhörer zum Tanz.

Doch das ist erst der Auftakt des Mitgestaltens: Ehe die Kinder in der Aula und manchen Nebenräumen nach Herzenslust alle Blasinstrumente selbst ausprobieren können, werden sie mit Rhythmusinstrumenten ausgestattet, in drei Gruppen aufgeteilt und innerhalb des OVH aufgestellt, von wo aus sie gebannt auf das Einsatzzeichen des Dirigenten warten. In knapp einer Stunde zum Orchestermusiker – eine beachtliche Karriere für einen Konzertnachmittag.

Für den OVH war das Musikus-Konzert „Hör hin – mach mit“ auch als offizielle Eröffnung der eigenen Orchesterschule gedacht, wobei die meisten der sehr jungen Zuhörer eher für den Musikgarten und die musikalische Früherziehung in Betracht kommen als schon für den Unterricht an einem der angebotenen Blasinstrumente.

Unter diesen gibt es beim Nachwuchs einen offenkundigen Favoriten: Die Querflöte ist an diesem Nachmittag das mit Abstand meistgenannte Instrument. Nicht immer mit Berechtigung. Beim „großen Schreck“ wären die Pauken die bessere Antwort gewesen.

Auftakt Das Musikus-Konzert galt zugleich als Auftakt- veranstaltung der neuen Orchesterschule des OVH. Etwa 15 Anmeldungen, verteilt auf die verschiedenen Instrumente, liegen nach Angaben des Leiters Günter Haas inzwischen vor. Drei bis vier Schüler pro Instrument müssen angemeldet sein, damit der Unterricht starten kann.

Von von Ekkehard Rüger, Westdeutsche Zeitung vom 01.03.2010

 

An die Instrumente

Die OVH-Orchesterschule ist mit der Resonanz sehr zufrieden: 80 Kinder schauen sich um. Bei der Gründung Ende Januar hatte der Vorstand für den Start mit rund 40 Schülern kalkuliert.

Burscheid - Das Sturmtief Xynthia konnte der Premiere der neuen "Orchesterschule Burscheid" des Orchestervereins Hilgen 1912 (OVH) am Sonntag in der Friedrich-Goetze-Schule nicht viel anhaben. Zwar hatten viele musikbegeisterte Eltern die Warnungen der Wetterfrösche beherzigt und waren zu Hause geblieben. Doch für den Vorsitzenden der Einrichtung, Günter Haas, und sein Team gab es noch genug zu tun: "Über 80 Kinder mit ihren Eltern sorgten für eine turbulente Eröffnung - das ist ein zufrieden stellendes Ergebnis." Nun müsse erst abgewartet werden, in wie weit die Eltern ihre Kinder verbindlich anmelden, ergänzte Haas.

Bei der Gründung Ende Januar hatte der Vorstand für den Start mit rund 40 Schülern kalkuliert. Die Idee, eine ebenso verlässliche wie nachhaltige Verbindung zwischen Einzelschülern und professioneller Orchesterwelt zu schaffen, hat jedenfalls schon jetzt in der Musikstadt Burscheid und den umliegenden Kommunen großes Interesse hervorgerufen. Die "neuen Wege in der Nachwuchsförderung", so Haas, belegte am Premierentag in der Aula das "Hör hin - mach mit"-Kinderkonzert aus der Reihe "Musikus - das junge Programm des OVH". Im Anschluss daran konnten sich die Besucher in den Klassenräumen einen Überblick über die Unterrichtsfächer verschaffen. Das klang hübsch laut und manchmal auch ein bisschen schräg.

"Die Kinder haben sich riesig gefreut - sie durften sämtliche Instrumente des Orchesters ausprobieren", erklärte Dozentin und Musikpädagogin Anette Willuweit. Die Eltern wurden anschließend in Beratungsgesprächen über die musikalischen Förderungsmöglichkeiten ihrer Sprösslinge aufgeklärt.

"Spinne im Netz"

Nicht ohne Stolz betonte Haas, dass die ersten musikalischen Schritte der Kinder und Jugendlichen in der Orchesterschule von professioneller Hand begleitet und gefördert wird: "Die Instrumentalausbildung vermitteln überwiegend Berufsmusiker umliegender Sinfonieorchester." Dazu zählen etwa die Bergischen Symphoniker ebenso wie das Gürzenich Orchester Köln, WDR-Rundfunkorchester und die Duisburger Philharmoniker.

Im Zusammenhang mit den "neuen Wegen" attestierte Haas der Musikstadt Burscheid eine "ungewöhnliche Situation": "Wir sind hier zwischen den großen Orchestern wie eine Spinne im Netz." Da sei ihm um die musikalische Nachwuchsförderung nicht bange.

Von Tim Gatter, Kölner Stadtanzeiger vom 02.03.2010



 
 

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